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Dolceacqua und der Rossese D.O.C.

Orangene Flagge des italienischen Touring Club

Ist der Sitz der nationalen Vereinigung der Orte unter orangener Flagge.
Die orangene Flagge ist touristisches Qualitätskennzeichen des italienischen Touring Clubs; und wird als Auszeichnung kleinen Orten des italienischen Hinterlands zuerkannt, die besondere Qualität in ihrem Angebot und ihrer Gastfreundlichkeit nachweisen können. Das Qualitätskennzeichen wird jeweils für 2 Jahre vergeben wonach wiederum die neuerliche Erfüllung der Kriterien in den mit orangener Flagge ausgezeichneten Orten überprüft wird, und bei positiver Einschätzung neu vergeben wird.
Die ältesten Zeugnisse der Besiedelung der Gegend sind die “Castellari”, ringförmig angelegte Verteidigungslinien in Trockenstein auf den Berggipfeln aus der Eisenzeit, wie dem Aurin, der Tramontina-Spitze, dem Monte Abellio längs der Trennungslinie zwischen dem Nervia- und dem Roya-Tal, dem Berg Morgi und dem Turm der Alpicella auf dem gegenüberliegenden Gebirgszug. Die archeologischen Spuren bestätigen, dass diese Verteidigungsstützpunkte auf dem Gebiet von Intemeliern im 5. Jh. v. Chr. an bis ins 4. Jh. n. Chr. in der Römerzeit, zur Verteidigung der Dörfer, Weiden und Felder, angelegt wurden. Das erste Dokument in welchem Dolceacqua erwähnt wird stammt aus dem Jahr 1151; tatsächlich ließen die Grafen von Ventimiglia gerade im 12. Jahrhundert den ersten Kern des Schlosses auf dem höchsten Punkt des Felsvorsprungs bauen, von welchem aus man strategisch die Zugänge an der ersten Engstelle und Gabelung einerseits Richtung Rocchetta Nervina und damit dem Roya-Tal und andererseits dem mittleren und hohen Nervia-Tal kontrollieren konnte.
Im Laufe der folgenden Jahrhunderte entwickelte sich zu Fuße des Schlosses, das 1270 der Hauptmann der Genueser Oberto Doria – Sieger der Seeschlacht von Meloria - kaufte, und das von seinen Nachfolgern erweitert wurde, die Ortschaft, die Terra genannt wird (im lokalen Dialekt "Tèra", mit langem e ausgesprochen), indem ringförmig um den Berg Straßen angelegt wurden, die von steilen Rampen untereinander verbunden wurden. Das Wasser des Nervia wurde dazu genutzt, die Brunnen zu speisen und diente zur Bewässerung der Gärten. Mitte des 14. Jahrhunderts führte das Wachstum des Ortes, in dem die Via Castello zur Hauptverkehrsachse geworden war, zur Gründung des neuen Quartiers Borgo, das auf der anderen Seite des Wildbachs Nervia entstand; die beiden Stadtteile wurden durch eine elegante Brücke, die in der Form eines Eselsrückens gewölbt ist, und nur aus einem einheitlichen 33 Meter langem Bogen besteht, gebaut.
Das Quartier Terra, das allen Platz für seine weitere Ausdehnung aufgebraucht hatte, wuchs nun aus Platzmangel in die Höhe, indem die Häuser nach oben ausgebaut wurden und daher bis zu 6 Stockwerke erreichen. Das Quartier hat sein mittelalterliches Flair voll erhalten und bietet wunderschöne Winkel, in denen die Zeit stehengeblieben zu sein scheint. Die Geschichte von Dolceacqua ist eng an die Geschehnisse rund um das Schloss und die Herrscherfamilie der Doria geknüpft, der unter vielen anderen auch Caracosa, die Mutter des Flottenadmirals Andrea Doria, entstammte; der von 1652 der Markgrafschaft Dolceacqua vorstand, das unter die Schutzherrschaft der Savoier gestellt worden war.
Das Schloss unterlag verschiedenen Entwicklungsphasen. Die primitive feudale Anlage, die Ende des 12. Jahrhunderts vom runden Turm aus verteidigt wurde, wurde im 14. Jahrhundert erweitert und durch eine verstärkte Befestigungsmauer ausgebaut; in der Renaissance wurde das "Castrum" zu einem prunkvollen, befestigten Herrschaftssitz umgebaut, das über einen beeindruckenden Verteidigungsapparat verfügte. Nachdem es einer Vielzahl an Angriffen standgehalten hatte, wurde es jedoch am 27. Juli 1744 teilweise von schwerer französisch-spanischer Artillerie, während dem spanisch-österreichischen Erbfolgekrieg zerstört. Nachdem es dann nicht von der Familie der Markgrafen Doria verlassen wurde, die in den Palast aus dem 15. Jahrhundert neben der Pfarrkirche umzogen, erlitt es die letzten Beschädigungen durch das Erdbeben von 1887.



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